Donnerstag, 8. Juni 2017

big brother is watching you II

Über diesen Ort und seine Geschichte habe ich bereits schon einmal an anderer Stelle berichtet.
Da das ganze Areal jedoch riesig ist, haben wir uns den zweiten, benachbarten Teil davon, der insgesamt ganze 18 Häuser umfasst, bei einem späteren Besuch angesehen.










Sonntag, 26. März 2017

the pottery

Eine abgelegene Kleinstadt. Verfallene Häuser und zugewucherte Bahnanlagen lassen darauf schließen, dass die hiesige Einwohnerzahl in den letzten Jahren wohl mehr und mehr gesunken sein muss. Das trübe Licht dieses kalten Januartages verstärkt die triste Stimmung nur noch mehr. Harschiger Schnee knirscht unter unseren Sohlen, als wir uns an die alte Steingutwarenfabrik heranpirschen.
Was wir drinnen vorfinden, ist wahres Gold für jeden Explorer: die Regale sind voll von Rohlingen und Gussformen und das Meiste davon scheint tatsächlich noch in dem Zustand zu sein, wie es einst verlassen wurde. Ein wahres Fest, dies so fotografieren zu können.

Einst florierte in dieser Gegend das Töpferhandwerk, zumal auch die benötigten Bodenschätze direkt vor Ort gefördert werden konnten. Daraus entstand eine Industrie, die den Ansässigen Arbeitsplätze verschaffte, doch von jener ist heute nichts mehr übrig.









Dienstag, 14. Februar 2017

the history behind the green

Halb versteckt hinter Bäumen und Sträuchern lag unser heutiges Ziel. Es sieht fast so aus, als ob die wuchernde Vegetation das verlassene Kurheim mitsamt seiner bewegten Geschichte Stück für Stück verschluckt. Dass sie dies leider nicht schnell genug tut, sah man Inneren des Gebäudes leider schon deutlich.
Doch trotz fortgeschrittener Vandalismus-Spuren ließen sich noch einige schöne Motive des natürlichen Verfalls finden.

Zu Beginn des19. Jahrhunderts wurde hier eine Gaststätte errichtet, die als ein beliebtes Auflugsziel in der Umgebung galt. Diese fiel zu Beginn des 20. Jahrhunderts einem Großbrand zum Opfer und wurde durch diesen komplett zerstört. Ein neues Gebäude entstand, welches bereits ein Jahr später feierlich eingeweiht wurde, ebenfalls wieder als Gaststätte. Es dauerte nur 5 Jahre, bis eine neuerliche Katastrophe das Objekt heimsuchte: diesmal war es kein Feuer sondern das Wasser einer Überschwemmung, welches dem Gebäude zusetzte.
Während der beiden Weltkriege wurde das Gasthaus zum Lazarett umfunktioniert, zwischen den Kriegen und auch danach wurde der Restaurant- und Hotelbetrieb wieder aufgenommen.
In den 60er Jahren entdeckte das Militär die Anlage für sich und für ca. 10 Jahre wurden hier erneut kranke Soldaten gesund gepflegt. Danach zog hier eine Kurklinik ein, die auf Herz-Kreislauf-Patienten und Orthopädie spezialisiert war. Als diese in eine neu gebaute Anlage umgesiedelt wurde, eröffnete hier tatsächlich noch einmal ein Restaurant, welches allerdings nur 2 Jahre Bestand hatte. Das war gegen Ende der 90er Jahre. Seither liegt das Gelände im Dornröschenschlaf.