Mittwoch, 8. Mai 2013

behind locked doors - the orphanage

Es war schon reichlich spät, quasi knapp vor Sonnenuntergang, als wir diesen Lost Place am Ende des 1. Tages unseres Italien-Trips erreichten: ein ehemaliges Sommerferienlager irgendwo im Nirgendwo, versteckt zwischen Bäumen und von der Öffentlichkeit lange vergessen.
Auf der Rasenfläche davor parkten einige Autos und laute Stimmen sowie Geräusche aus dem Gebäudeinneren ließen uns wissen: hier würden wir leider nicht allein sein. Als wir um die Ecke bogen, zischten auch schon die ersten Plastik-Kügelchen an uns vorbei: eine Horde Softair-Spieler (unschön, aber wenigstens kein Paintball) hatte sich ebenfalls heute hier eingefunden. Zum Glück waren die Jungs sehr nett und in Nullkommanix davon überzeugt, dass wir hier auch nur Besucher sind, und lediglich ein paar Bilder machen wollen. Nachdem wir die Etagen aufgeteilt hatten (unten Krieg, oben Fotos), erkundeten wir die Räume und waren reichlich schockiert, dass gerade im Haupt-Schlafsaal alle Wände und Säulen und teils sogar die Fenster mit Graffiti-Kritzeleien übersät waren. Sehr ernüchternd. Auch das Behandlungszimmer schien nur noch ein blasses Abbild dessen zu sein, was ich vorher auf Fotos im Netz gesehen hatte.



Trotzdem gab es noch einige schöne Details zu entdecken. Und speziell die langen Bettenreihen, welche zum Teil noch bezogene Kissen und Decken aufwiesen und wie gerade erst verlassen wirkten, erzeugten eine sehr spezielle, bedrückende Stimmung.

Dieser Ort wurde einst als katholisches Ferienheim für Kinder genutzt (Dokumente gehen zurück bis in die 30er Jahre) und steht seit vielen Jahren leer. Seit geraumer Zeit hat die Gemeinde Pläne zur Sanierung und Umnutzung des Geländes als Erholungsstätte (u. a. ist ein Park geplant), allerdings scheint das Vorhaben bis heute an den finanziellen Mitteln zu scheitern.





Zu guter Letzt gab es vor Ort sogar noch ein ganz spontanes Shooting, da Katinka Kat und Widget so angetan waren, dass sie sich flux noch einmal ihn ihre weißen Nachthemdchen warfen. (danke, Ihr Süßen!) Daraus entstand dann später eine kleine Bildergeschichte, die ich Euch natürlich auch nicht vorenthalten will.