Donnerstag, 9. Mai 2013

once upon a time - Villa P.

Die Lage ist traumhaft. Direkt am See mit Ausblick auf eine filmreife Landschaftskulisse auf einem riesigen Grunstück gelegen, das eher einem tropischen Park gleicht. Und trotzdem: Die riesige Villa, welche 1821 gebaut wurde, ist seit vielen, vielen Jahren verlassen. Die Seite, die wir bei der Ankunft als erstes sehen, gibt noch einen recht intakten Eindruck ab. Aber als wir uns dem Gebäude nähern wird mit jedem Schritt deutlicher, dass dieser einstige Prachtbau seine besten Tage schon eine ganze Weile hinter sich hat. Ein Teil der Villa ist bereits eingestürzt, Holzjalousien hängen halb abgerissen in den Fenstern. Und auch im Inneren setzt sich das Bild des Verfalls fort: riesige Risse in den Wänden, Treppen, die so desolat erscheinen dass es einem doch ein recht mulmiges Gefühl bereitet. Aber es ist und bleibt faszinierend, dass man es hier mit dem rein natürlichen Verfall zu tun hat, kein Vandalismus, kein Geschmiere an den Wänden.


Und trotzdem lässt sich immernoch gut erahnen, wie prunkvoll es einst hier ausgesehen haben mag. Verblasste Wandmalerein, Kamine, Reste von Stuck und verschnörkelte Geländer lassen auf eine glanzvolle Vergangenheit schließen. Umso trauriger ist es, dass dieses Objekt dem Verfall preisgegeben ist und anscheinend nur auf den Tag des kompletten Zusammensturzes wartet.


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