Samstag, 28. Dezember 2013

nothing's sacred

Hooray for decay!
Im Mai dieses Jahres war es nun wieder soweit: Unsere Lost-Places-Tour durch Luxembourg, Belgien und Frankreich stand auf dem Plan.

Als erstes Ziel hatten wir diese Villa auserkoren, auf die ich unglaublich gespannt war. Eigentlich hätte klar sein müssen, was passiert, denn der Name passt wie die Faust aufs Auge zu der Flut an Bildern, die von diesem Gebäude durchs Netz geistern.
Um es somit gleich vorweg zu nehmen, meine Ewartungen wurden arg enttäuscht. Dass in diesem Haus die Gegenstände kreiseln und immer wieder woanders zu finden sind, war mir schon vorher klar. Doch noch viel schlimmer als das Werk der Urban Decorators fand ich den dreisten Diebstahl, der hier bereits begangen wurde. Es ist immer wieder erschreckend, wie wenig Respekt manche Leute vor solchen Orten haben.

Trotzdem ließen sich noch einige schöne Motive finden und wenigstens hatte hier der Zerstörungwahn noch nicht allzu großen Einzug gehalten.


Zur Geschichte der Villa lässt sich nur so viel sagen, dass sie 1897 von einem Priester erbaut wurde, was auch die kleine Kapelle im ersten Stock erklärt. Seit der letzte Besitzer des Hauses vor vielen Jahren verstarb und der Erbe es weder verkauft noch renoviert, steht es verlassen in einem immer dichter werdenden Garten-Dschungel und wartet auf vielleicht wieder bessere Zeiten.