Montag, 18. März 2013

a fairytale came true

Und wieder war es trüb und regnerisch, als wir den langen, anstrengenden Aufstieg zu einem ungeheuer vielversprechenden Lost Place der Italien-Tour in Angriff nahmen.
Ein wenig innere Unruhe und Anspannung machte sich breit. Würden wir tatsächlich in Kürze in diesem wundervollen Bauwerk stehen dürfen? Das Glück war uns hold und weit und breit keine Menschenseele zu sehen (dem Regen sei Dank), als wir die Lichtung betraten und das imposante Schloss maurischen Stils erblickten.


Nach einer vorsichtigen Umrundung, fanden wir, was wir suchten: unseren Eingang. Drinnen herrschte fast völlige Dunkelheit. Im Entenmarsch schlichen wir die schmale Wendeltreppe nach oben und als ich vom vorderen Ende unserer kleinen Karawane ein unterdrückt-verzücktes Qietschen hörte, wusste ich, wir waren genau richtig.
Atemberaubend imposant und unwirklich wie ein Traum präsentierte sich der Anblick der großen Halle.
Tausendundeine Nacht. Hier. Jetzt. Und wir mittendrin. Unfassbar.
Für ein paar Minuten war ich zu nichts Anderem als zum Staunen fähig. Dann ging es mit der Kamera auf Erkundungstour. Ein Raum wundervoller als der andere offenbarte sich uns, ein wahrer Urbex-Rausch!


Das Schloss wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbaut und erfuhr in den Folgejahren immer wieder Erweiterungen. Ende des 18. Jahrhunderts entstand in einem Teil des riesigen Parks, der das Anwesen umgibt, eine Sammlung exotischer Bäume und Pflanzen. Selbst Mammutbäume sollen dazugehört haben.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloss dann als Luxushotel und Spa genutzt. Da es allerdings aus baulichen Gründen nur wenigen Hotelgästen Platz bieten konnte, wurde diese Umnutzung gleichzeitig zum Todesurteil für das Hotel. Auch der bereits begonnene Neubau eines naheliegenden Komplexes mit weiteren Hotelzimmern konnte keine Wendung mehr einleiten, zu groß war der finanzielle Druck bereits geworden. Ende der 90er Jahre erfolgte die Schließung und seither steht das wunderschöne Anwesen leer.





Dienstag, 5. März 2013

no brain, no gain

Endlich hat es mal geklappt, das Shooting mit Madame Fehlfunktion, die für ihre ausgefallenen Bilder mit viel Witz und Charme hinreichend bekannt ist. Ich weiß gar nicht, wie viele Jahre wir uns schon fleißig mailen und gegenseitig Fotos kommentieren, bis es nun schließlich einmal zu einer Zusammenarbeit kam.
Es war mir auf jeden Fall ein ganz besonders Fest, die sympathische Schweizerin persönlich kennenlernen zu dürfen und mit ihr zusammen eine kleine Zombie-Pin-Up-Serie entstehen zu lassen. Ich hätte mir kein Model vorstellen können, was für diese Bilder besser geeignet gewesen wäre.
Kurzum, es war ein Shooting-Vormittag mit jeder Menge Spaß, glibberigem Pudding-Hirn und tollen Ergebnissen.




Dass wir aber nicht nur grün können, wurde noch ein einer Mini-Beauty-Serie (nun ja, unserer Art...) eingefangen, die ich Euch natürlich auch nicht vorenthalten möchte.





Danke, liebe Fehli!!! Ich freu mich schon auf unsere nächsten Zusammenarbeiten.