Dienstag, 30. April 2013

alone in the dark - Manicomio di C.

Und noch einmal tauchten wir in das dunkle Stück Geschichte ein, das Italien bis weit in die 70er Jahre mit seinen berühmtberüchtigten "Irrenanstalten" schrieb.
Der riesige Gebäudekomplex, der sich mitten in einer Stadt befand, wirkte zum Teil - trotz des bedauerlicherweise fortschreitenden Vandalismus - sehr erhaben. Kein Wunder, denn wir durchstreiften hier gleichzeitig ein ehemaliges Kloster und den Teil eines Schlosses. Besonders eindrucksvoll fand ich die Farb- und Lichtspiele, welche die Sonne uns in die unzähligen Korridore malte. So einige Überbleibsel der Einrichtung waren auch noch zu entdecken. Insgesamt ein doch recht interessanter Ort mit einer erfreulichen kleinen Überraschung, denn die sehr unscheinbare Pathologie entdeckten wirklich nur per Zufall.


Und noch ein wenig zur Geschichte:
Es war im Jahr 1873, als die Provinzverwaltung bedingt durch den Ausbruch einer Cholera-Epidemie in der Stadt beschloss, die psychiatrische Klinik vorübergehend in die Räumlichkeiten des ehemaligen herzoglichen Palasts und sowie des ehemaligen Kloster von San Domenico zu verlegen. Und da Provisorien bekanntlichermaßen am längsten halten, blieb die Einrichtung bis zu ihrer Schließung in den 90er Jahren auch an diesem Ort. Immer wieder wurden die nur unzureichenden baulichen Zustände kritisiert, jedoch beließ man das Gebäude trotzdem weitestgehend im Urzustand, ohne nennenswerte Veränderungen vorzunehmen, die für den Klinikbetrieb dringend nötig gewesen wären. Ab Mitte der 60er Jahre begann auch hier - wie überall in Italien die Zeit des Umbruches und der Reformierung, die letztlich den Patienten erheblich bessere Lebensbedingungen verschaffte.






Sonntag, 28. April 2013

heat wave

Gleich vorweg: Ja, mir geht es gut. Ich wurde ja schon danach gefragt. Auch wenn das jetzt alles gleich sehr hell und bunt aussieht, nicht erschrecken. Betrachten wir es viel mehr als ein Experiment. Bei den Bildern vom Pool, welcher uns beim Italien-Trip zur Verfügung stand, konnte ich mich mal ein bisschen ausprobieren und ein paar neue Bearbeitungsstile testen. Was davon in künftige Bilder einfließen wird... wir werden sehen.

Freut Euch nun also einfach gemeinsam mit mir eine Runde auf den kommenden - hoffentlich großartigen - Sommer.




Ein paar Pin-Up-Bilder sind nebenbei trotzdem noch entstanden. ;)






Großes DANKE an Widget und Katinka Kat!!!

Samstag, 27. April 2013

sanctum

Italien, irgendwo im Nirgendwo. Ein Ort, der aus nicht viel mehr als einer Tankstelle und einem Supermarkt zu bestehen schien. Hier fanden wir dieses Urbex-Kleinod: eine wundervolle kleine Kirche, die seit vielen Jahren leer steht und unbeachtet vor sich hin verfällt. Mittlerweile ist sie zig Tauben zur Heimstatt geworden, die unter der Decke und im Turm ihre Nistplätze bezogen haben, was dem ganzen Besuch eine sehr, nun ja, geruchsintensive Note bescherte.
Über die Geschichte dieses Ortes war leider nichts herauszufinden, wobei zu vermuten ist, dass es - ob der Lage - auch nicht unbedingt seitenweise zu berichten gäbe.


Ein kleines Shooting ließen wir uns ebenfalls nicht nehmen. Katinka Kat und Widget schlüpften hierfür in madonnenhaft anmutende Mittelalter-Roben. Danke, meine Damen! :)

 


Mittwoch, 10. April 2013

castello di batrace - a touch of medieval

Ein weiteres Schloss bzw. eine Burg, die wir auf unserer Italien-Reise besuchten, war das Castello di R.
Vor allem das Kaminzimmer mit seiner üppigen Wandmalerei hatte es mir angetan, ebenso wie die Tatsache, dass der an sich recht "grau" wirkende Raum auf den Bildern, die ich mit der Kamera dort schoss, plötzlich ganz warm und lebendig wirkte. Ein wunderschöner Effekt. Doch nicht nur dieses Zimmer bot Sehenswertes. Obwohl sich im Gebäude schon ein paar Gestalten mit zweifelhaften Absichten ausgetobt haben mussten, hielt sich der Vandalismus doch noch in erträglichen Grenzen. Wenigstens waren keine Grafittis zu entdecken und es boten sich somit auch noch schöne Hintergründe für ein kleines Fotoshooting. (Diese Bilder hatte ich ja bereits im letzten Posting vorgestellt.)
Im Garten und rund um das Schloss konnte man zudem unzählige winzige Fröschlein durch die Gegend hüpfen sehen.




Dass man kaum etwas über die Vergangenheit dieser Burganlage findet, ist nicht weiter verwunderlich, da selbige nicht so weit zurückreicht, wie man anhand der mittelalterlichen Wandmalereien mutmaßen könnte. Erbaut wurde sie erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem namhaften Architekten aus Turin in Anlehnung an die alte, sehr viel geschichtsträchtigere Burg, die nur ein paar hundert Meter entfernt zu finden ist.





Montag, 8. April 2013

everlasting grace

Weiter geht es mit ein paar Shooting-Bildern von unserer Italien-Reise im letzten Jahr.
An diesem Tag wurde es anmutig, ja fast ein bisschen märchenhaft. Und wo fotografiert man drei Prinzessinnen am besten? Genau! In ihrer natürlichen Umgebung, einem Schloss, oder wie in diesem Falle: einer verlassenen Burg. (zur Location später ein paar Worte mehr)

Alle drei Outfits wurden von mir genäht, bzw. zusammengebastelt.
Make-Up und Frisuren entstanden gemeinsam.



Großes DANKE an meine phantastischen drei Grazien: Katinka Kat, Viola Tor und Widget.