Dienstag, 14. Mai 2013

veglione di carnevale - Palacio Casino

Das Palacio Casino sollte nun der letzte Stopp auf unserem Italien-Trip sein. Durch einen ausgedehnten Park mit riesigen Nadelbäumen und allerlei exotischen Gewächsen ging es vorbei an einem anderen, streckenweise sehr heruntergekommenen Teil des Gebäudes, in dem jetzt Bauarbeiten zu laufen schienen.
Im Casino angekommen, bewunderten wir die herrliche Architektur der Eingangshalle(n), die auch heute noch eine Menge Eleganz und Erhabenheit ausstrahlt. Wie es hier wohl früher einmal ausgesehen haben mag? Viele Einrichtungsgegenstände waren leider nicht mehr zu finden. Trotzdem finde ich, war dieser Ort auf jeden Fall den Besuch wert.


Das klassizistische Gebäude, welches 1789 erbaut und in den 1820er Jahren erweitert wurde, diente im frühen 19. Jahrhundert der ortsansässigen Herzogin als Hoftheater und das angrenzende Gebäude als Sommerresidenz und Jagdschloss. Später beherbergte es einige Museen.

Ein kleines Shooting gab es hier auch noch. Meine drei Models Viola Tor, Katinka Kat und Widget warfen sich dafür in schicke Roben und luden zum Maskenball. Dickes DANKE an Euch drei!!!




Donnerstag, 9. Mai 2013

once upon a time - Villa P.

Die Lage ist traumhaft. Direkt am See mit Ausblick auf eine filmreife Landschaftskulisse auf einem riesigen Grunstück gelegen, das eher einem tropischen Park gleicht. Und trotzdem: Die riesige Villa, welche 1821 gebaut wurde, ist seit vielen, vielen Jahren verlassen. Die Seite, die wir bei der Ankunft als erstes sehen, gibt noch einen recht intakten Eindruck ab. Aber als wir uns dem Gebäude nähern wird mit jedem Schritt deutlicher, dass dieser einstige Prachtbau seine besten Tage schon eine ganze Weile hinter sich hat. Ein Teil der Villa ist bereits eingestürzt, Holzjalousien hängen halb abgerissen in den Fenstern. Und auch im Inneren setzt sich das Bild des Verfalls fort: riesige Risse in den Wänden, Treppen, die so desolat erscheinen dass es einem doch ein recht mulmiges Gefühl bereitet. Aber es ist und bleibt faszinierend, dass man es hier mit dem rein natürlichen Verfall zu tun hat, kein Vandalismus, kein Geschmiere an den Wänden.


Und trotzdem lässt sich immernoch gut erahnen, wie prunkvoll es einst hier ausgesehen haben mag. Verblasste Wandmalerein, Kamine, Reste von Stuck und verschnörkelte Geländer lassen auf eine glanzvolle Vergangenheit schließen. Umso trauriger ist es, dass dieses Objekt dem Verfall preisgegeben ist und anscheinend nur auf den Tag des kompletten Zusammensturzes wartet.


Mittwoch, 8. Mai 2013

behind locked doors - the orphanage

Es war schon reichlich spät, quasi knapp vor Sonnenuntergang, als wir diesen Lost Place am Ende des 1. Tages unseres Italien-Trips erreichten: ein ehemaliges Sommerferienlager irgendwo im Nirgendwo, versteckt zwischen Bäumen und von der Öffentlichkeit lange vergessen.
Auf der Rasenfläche davor parkten einige Autos und laute Stimmen sowie Geräusche aus dem Gebäudeinneren ließen uns wissen: hier würden wir leider nicht allein sein. Als wir um die Ecke bogen, zischten auch schon die ersten Plastik-Kügelchen an uns vorbei: eine Horde Softair-Spieler (unschön, aber wenigstens kein Paintball) hatte sich ebenfalls heute hier eingefunden. Zum Glück waren die Jungs sehr nett und in Nullkommanix davon überzeugt, dass wir hier auch nur Besucher sind, und lediglich ein paar Bilder machen wollen. Nachdem wir die Etagen aufgeteilt hatten (unten Krieg, oben Fotos), erkundeten wir die Räume und waren reichlich schockiert, dass gerade im Haupt-Schlafsaal alle Wände und Säulen und teils sogar die Fenster mit Graffiti-Kritzeleien übersät waren. Sehr ernüchternd. Auch das Behandlungszimmer schien nur noch ein blasses Abbild dessen zu sein, was ich vorher auf Fotos im Netz gesehen hatte.



Trotzdem gab es noch einige schöne Details zu entdecken. Und speziell die langen Bettenreihen, welche zum Teil noch bezogene Kissen und Decken aufwiesen und wie gerade erst verlassen wirkten, erzeugten eine sehr spezielle, bedrückende Stimmung.

Dieser Ort wurde einst als katholisches Ferienheim für Kinder genutzt (Dokumente gehen zurück bis in die 30er Jahre) und steht seit vielen Jahren leer. Seit geraumer Zeit hat die Gemeinde Pläne zur Sanierung und Umnutzung des Geländes als Erholungsstätte (u. a. ist ein Park geplant), allerdings scheint das Vorhaben bis heute an den finanziellen Mitteln zu scheitern.





Zu guter Letzt gab es vor Ort sogar noch ein ganz spontanes Shooting, da Katinka Kat und Widget so angetan waren, dass sie sich flux noch einmal ihn ihre weißen Nachthemdchen warfen. (danke, Ihr Süßen!) Daraus entstand dann später eine kleine Bildergeschichte, die ich Euch natürlich auch nicht vorenthalten will.