Sonntag, 21. Dezember 2014

when laughter became silent

2001 gingen nach 35 Jahren Betrieb und einem massiven Besuchereinbruch die Lichter in diesem ehemaligen Vergnügungspark aus.
Was in den kommenden Jahren folgte, waren eine Menge Konzepte, die scheiterten und Investoren, die sich bald wieder zurückzogen.

Kurz nach unserem Besuch im letzten Jahr sollte das Gelände zwangsversteigert werden. Bei einer Höhe von zuletzt knapp 2,5 MIO EUR wurde vom Finanzamt abgebrochen. Der Höchstbietende war zu diesem Zeitpunkt ein privates Unternehmen.
Zur geplanten Fortsetzung der Versteigerung, die für Herbst dieses Jahres angesetzt war, kam es nicht mehr, da das Land bereits im März den Rückkauf (mehr oder minder) überraschend bekannt gab.


Es folgte die Räumung des Parks, in dem sich bis zu diesem Zeitpunkt ein kleines Cafe am Eingang befand, das von den Teilnehmern der all-wochenendlichen Führungen über das Arial und Spaziergängern gern als Rastmöglichkeit genutzt wurde.

Was nun aus dem Gelände werden soll, ist weiterhin ungewiss.

Ein weiterer trauriger Höhepunkt wurde im Sommer dieses Jahres erreicht, als ein Teil des Parks einem von Menschenhand gelegten Großbrand zum Opfer fiel.

Ich muss gestehen, ich kenne den Park nicht aus Kindertagen und verbinde keine wehmütigen Erinnerungen mit ihm. Faszinierend war auf jeden Fall auch hier der fortschreitende Verfall und der Anblick der grünen Hölle, die sich die Fahrgeschäfte, Häuschen, Wege und Wasserkanäle mehr und mehr einverleibt.



Donnerstag, 11. Dezember 2014

the nightmare from upstairs


Es ist kalt und verregnet (ja, immer noch!), als wir durch die dichten Büsche und in das alte Bauernhaus schlüpfen. Staubgraues, tristes Zwielicht empfängt uns und scheint alle Farben zu schlucken. Leise - sofern das auf der alten, knarzenden Holztreppe möglich ist - begeben wir uns in den ersten Stock. Die Zimmer sind erfreulich unvermüllt, und die wundervollen massiven Kleiderschränke, Kommoden und Betten lassen mein antik-verliebtes Herzlein höher hüpfen.

Ich bin gerade dabei, mein Stativ in Position zu rücken für die ersten Schüsse, als einer meiner beiden Begleiter durch die Tür kommt und mir direkt ins Bild latscht. Als ich fragend von der Kamera aufschaue, bemerke ich eine gewisse Panik in seinem Gesicht. Gestenreich flüstert er mir zu "Hier ist jemand, schnell raus!!!". Als wir dann wieder vor der Tür im Licht stehen, bekomme ich folgende Erklärung: "Da lag jemand. Es hing ein Jackett am Bett und Schuhe standen davor."
Ich muss kichern, murmle etwas von "Urban Decorators" und bin schlussendlich trotzdem die Einzige, die sich wieder nach oben traut und tapfer ihre Bilder schießt.


Dann ist das Erdgeschoss dran. In der Küche riecht es tatsächlich zum Weglaufen, so wie ich es vorher schon gehört hatte. Der Gestank kommt von den großen Kühltruhen, aus denen irgendwelche Flüssigkeit sickert. Was da drin verwest, möchte keiner wissen. Es wurde auch schon wild im WWW gemutmaßt, dass dies der immernoch anhaltende Geruch des letzten Bewohners ist, der im Haus verstorben und viel später erst gefunden worden war bzw. dass der ehemalige Besitzer seine vor ihm verstorbene Frau in einer der Kühltruhen gelagert hätte.
Man sieht: das Gebäude scheint die Fiktion deutlich anzuziehen. ;)

Mittwoch, 10. Dezember 2014

our last home

Ein weiteres Ziel auf der Belgien Reloaded 2013 Tour war diese wunderschöne Kapelle. Der einstige Glanz lässt sich zumindest noch gut erahnen, auch wenn hier  - und noch schlimmer in den angrenzenden Gängen - schon vieles zerstört und vermüllt wurde.


In den 1870er Jahren hat man das Gebäude errichtet, welches bis 2005 als Hospiz diente. Vom ganzen Komplex waren bei unserem Besuch nur noch die Kirche und deren beide Seitentrakte übrig. Der Rest wurde bereits abgerissen und Teile des Geländes neu mit einem Krankenhaus bebaut.
Wie mir kürzlich zu Ohren und Augen kam, wurde das Objekt jüngst abgerissen und leider nicht - wie vormals vermutet - rekonstruiert. Jammerschade.

Montag, 8. Dezember 2014

no more need for a doctor

Als ob es auf dem gesamten Trip nicht schon kalt genug gewesen wäre.
Je höher das Auto in die Berge kletterte, desto frostiger wurde es. Als wir ausstiegen, zeigte das Thermometer gerade noch 3°C an. Und war das etwa SCHNEE, da auf den Bäumen?!? IM MAI?!
Leidlich dick eingepackt in alles Auffindbare machten wir uns auf den Fußweg zur Klinik im Nirgendwo.

Die komplett zerschlagenen Scheiben der Eingangstür ließen bereits ein komisches Gefühl aufsteigen. Drinnen bestätigte sich dieses. Zu spät. Mal wieder.
Was die Kabelratten ganz gelassen hatten, über das hatte sich eine Horde Vandalen ausgiebig her gemacht. Hier war kaum noch ein Stein auf dem anderen. Der Pool vermüllt und besprüht, eingeschlagene Scheiben, wild herumgeworfene Tische und Stühle im Speisesaal, der zudem noch als Kulisse für eine wilde Schoko-Puddingbecher-Schlacht gedient haben musste. Einzig vor dem Kirchenraum und dem Raum mit den Patientenakten im Dachgeschoss hatte man Halt gemacht.
Und die letzte "Party" konnte noch nicht allzu lange her sein, wie die winzigen Schaumkrönchen, die noch auf den riesigen Wasserpfützen in der Wäschrei schwammen, bewiesen. Die Feuerlöscher hatte man also auch entdeckt...
Alles in Allem gab die Klinik mal wieder ein Bild ab, das einfach nur traurig und schockiert machte, trotz dass es hin und wieder noch eine kleine unzerstörte Insel gab, die ein Foto wert war.


Falls sich mal wieder jemand fragt, warum ich keine Angaben zu den Locations mache... genau deswegen! Um die Verbreitung möglichst gering zu halten und diese wundervollen Orte vor Zerstörung, ja, Auslöschung zu schützen.

Die Klinik galt einst als eins der besten medizinischen Zentren der Region. 1905 wurde das ursprüngliche Hotel errichtet, welches als Sanatorium auf 4-Sternes-Standard diente. Hier gastierte sogar ein deutscher Kaiser.
Im Jahr 2011 wurde der Komplex geschlossen und wartet seitdem auf einen Käufer.



Mittwoch, 5. November 2014

don't jump off the edge of the pool

Dieses Schwimmbad stand eigentlich eher auf der B-Liste unserer Tour. Am Ende des bereits erwähnten unerfolgreichen 2. Tages schauten wir aber doch noch einmal hier vorbei, obwohl die Hoffnung hineinzugelangen recht gering war.
Aber manchmal muss man auch Glück haben.

Seit mehr als 10 Jahren steht das zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Neo-Renaissance-Stil errichtete Gebäude mittlerweile leer, und wirkt trotz seiner Präsenz inmitten der belebten Umgebung vergessen.
Zur Zeit des Baus war es noch nicht selbstverständlich, dass jeder die Möglichkeit hatte, daheim zu duschen oder gar zu baden. Stattdessen wusch sich der einfache Bürger mit dem Wasser, was auf der Straße aus Pumpen gezapft wurde. Der Unterschied zwischen Arm und Reich war diesbezüglich immens.
Unter anderem um Krankheiten wie Cholera zu verbannen, warb die Stadt speziell bei diesen ärmeren Menschen mit dem Badehaus für Sauberkeit. Hier sollte sich jeder für kleines Geld eine Dusche leisten können, freilich mit weniger Luxus verbunden, als in den separaten, beheizten Räumen, die mit gusseiserner Badewanne ausgestattet waren und den betuchteren Bürgern vorbehalten blieben.


Das große Schwimmbecken im Herzen der Anlage war anfangs mit einem Glasdach überspannt, was zwar eine überaus lichtdurchflutete Atmosphäre schuf, aber auch Probleme mit sich brachte. Der Wasserdampf setzte dem Konstrukt so zu, dass es aus Sicherheitsgründen durch ein massives Dach ersetzt musste.

Auch sehr sehenswert war - neben den edel anmutenden Wandelgängen rings um das Becken - der Heizraum mit zahlreichen rostigen Rohren, Ventilen und Kesseln.

Was die Zukunft des Bades betrifft, so wurden vor ein paar Jahren Pläne bekannt, es in ein Spa-Hotel umzuwandeln, doch bisher hat man mit der Umsetzung dieser noch nicht begonnen.


Und da wir nun schon mal hier waren, nutzten wir die Gelegenheit gleich noch für ein kleines Shooting im 40er/50er Jahre Pin-Up Stil. Danke an meine beiden hinreißenden Models Viola Tor und Katinka Kat! :)





Donnerstag, 30. Oktober 2014

funny times are over

Passend zum morgigen Halloween gibt es schon heute von mir einen kleinen Grusel-Post.

Ich gestehe, ich fand Zombies früher mal richtig öde. Das ganze änderte sich, als ich die erste Folge der Serie "The Walking Dead" sah. Quasi von der ersten Minute an war ich infiziert und bin mittlerweile die, welche die Folge immer dann stoppt, wenn einer der Beißer in Großaufnahme zu sehen ist, um dann eingehend das Make-Up und Outfit zu studieren.

Schnell war klar, dass ich auch selbst gern einmal ein Shooting in diesem Stil umsetzen will. Der fertige Zombie sollte diesmal auch nicht erst bei der Bildbearbeitung entstehen, sondern ich wollte mich einmal an einem Special Effects Make-Up versuchen, das erste Mal überhaupt.

Als Model stellte sich begeistert meine liebe Angel Marlene Gilmore zur Verfügung und brachte aus ihrem Fundus die passenden Kleidungsstücke mit.
Wir beide waren auch sehr happy, dass uns als Fotolocation ein verlassener Vergnügungspark zur Verfügung stand.

Schnell war auch klar, was für ein Zombie es werden sollte. Was passt in einen Vergnügungspark und ist schlimmer als ein Clown? Logisch, ein Zombie-Clown!
Und so schlurfte Marlene letztlich bei sommerlichen Temperaturen in voller Montur durch den Park. Ein wirklich großartiger Tag mit ganz viel Spaß und tollen Ergebnissen, bei deren Betrachtung Ihr Euch jetzt hoffentlich ein klein bisschen gruseln könnt.

Danke, meine liebe, großartige Marlene!!! Es war mir ein ein inneres Blumenpflücken!




Sonntag, 19. Oktober 2014

ménage-à-trois

Tja, auch so kann's gehen.
Echtes Glück mit der Traumlocation CdC am Morgen und dann das: jeder weitere der an diesem Tag besuchten Lost Places ein Fail. Verriegelt und verrammelt, überwacht, teils schon abgerissen, wieder bewohnt oder in Sanierung. Es war wirklich wie verhext.
Letztlich sollten wir aber doch noch fürs Frieren (ich erinnere: unter 10°C im Mai!) und die stetig mieser werdende Laune entschädigt werden.

Toll, wenn das Hotel selbst eine prima Location für das geplante 20er Jahre Shooting abgibt. Noch toller, wenn die Chefin des Hauses total begeistert ist und uns sogar noch eins der luxuriöseren Zimmer aufschließt.

Tausend Dank an Katinka Kat, Viola Tor und Ansgar v. Hucretha, dass Ihr trotz des anstrengenden, wenig erfreulichen Tages noch für diese kleine Schandtat bereit wart und dabei sowas von umwerfend aussaht.




Donnerstag, 19. Juni 2014

another sleeping giant - CDC

Ein weiteres Highlight auf unserer Tour sollte die CDC sein. Wir waren wirklich gespannt wie die Flitzebögen, ob wir tatsächlich das Glück haben würden, dieses majestätische Gebäude entern zu können.
Wir hatten!

Sprachlosigkeit machte sich breit, als wir in die große Haupthalle traten und das Meisterwerk aus reichlich mit Schnitzerei verzierten Holz-Säulen und Ballustraden endlich mit eigenen Augen erblickten. Keine der Säulen glich bei genauem Hinsehen der anderen.
Ein wenig mussten wir warten, bis die Morgendämmerung uns ausreichend Licht zum Fotografieren schenkte. Zeit, ein wenig zu verweilen und das Gebäude auf sich wirken zu lassen.


Zur Geschichte:
Mitte des 16. Jahrhunderts, als die Stadt an Bedeutung als Handelszentrum mächtig zulegte, gab es an dieser Stelle einen Marktplatz. Daraus entstand später das Bauwerk, welches zunächst ohne Dach geplant gewesen war.
Das heutige Gebäude ist eine Rekonstuktion aus dem frühen 19. Jahrundert. Nach einem Großbrand (der zweite, der insgesamt diesen Ort insgesamt heimsuchte) wurde es mit den heute bestaunbaren Holz-Elementen im neogotischen Stil wieder hergestellt und gilt in seiner Bedeutung als Vorläufer der Wall Street sowie der Tokyoter Handelsbörse.
Diverse Gerätschaften und aktive Stromanschlüsse im Inneren ließen stark vermuten, dass der Gigant wohl nicht mehr lange weiterschlafen darf. Zum Glück droht dem Gebäude kein Abriss. Letzte Berichte verhießen, dass das aus diesem Objekt ein Luxushotel werden soll.



Revisit 2014

Zu Beginn des Jahres entschlossen wir uns zu einem erneuten Besuch, welcher als voller Erfolg zu verbuchen war. Fast 5 Stunden verbrachten wir im Inneren des majestetischen Bauwerks und ich bin wahnsinnig froh, jetzt wirklich alles gesehen und mit der Kamera festgehalten zu haben, was auf meinem Plan stand. Das Wetter spielte diesmal auch 1a mit: Zu beobachten, wie die aufgehende Sonne die Steinwände rotgolden färbte, war ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis und das absolute Sahnehäubchen auf diesem Explore.


Mittwoch, 7. Mai 2014

mechanical brides - Centrale Thermique

Durch Regen und Wind kämpften wir uns übers unwegige Gelände dieses ehemaligen Heizkraftwerks und fanden schnell einen Eingang ins Innere des riesigen Gebäudes.
Schnell stellten wir auch fest, dass dieser Lost Place seine besten Zeiten schon eine Weile hinter sich hat. Kupferdiebe und Sprayer hatten sich bereits reichlich hier ausgetobt.
Nichtsdestotrotz gab es aber doch noch ein paar nette Motive zu entdecken und festzuhalten.
Meine beiden Models Viola Tor und Katinka Kat warfen sich derweil in ihre Kostüme. Es sollte das erste Mal sein, dass ich Latex-Kleidung fotografiere, hier kombiniert mit simpler Folie: ein bisschen postapokalyptisch-punkig sollte das Ganze werden. Ich muss leider zugeben, dass ich mit Latex-Kleidung wohl nie wirklich warm werde. Aber gut, einen Versuch war's auf jeden Fall wert.


Noch ein wenig zur Geschichte:
Im Jahr 1951 wurde dieses Kraftwerk in einem Gebiet errichtet, welches seit vielen Jahren bereits stark von der Stahlindustrie geprägt war. Mit ihm machte man sich eine gerade neu entdeckte Technik der Energiegewinnung zunutze: Das Ofengas, welches beim Schmelzen des Stahls freigesetzt wurde, wurde in Elektrizität umgewandelt und somit konnte man den Strom für die umliegende Industrie produzieren.
Nachdem das Feuer im letzten Schmelzofen im Jahr 1997 für immer ausging, waren auch die Tage es Kraftwerks gezählt. Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis die Abrissbagger sein Schicksal endgültig besiegeln.


Freitag, 28. Februar 2014

enemy territory

Wenn Shooting-Träume wahr werden...
Lange schon schiebe ich diese Photoshootings im Science Fiction Stil vor mir her. Bisher mangelte es einfach an der perfekten Location dafür, denn wenn schon, dann muss es auch die 100pro passende Kulisse sein. Selbige war nun mit diesem gigantischen Kühlturm gefunden.
Endlich konnte ich mich ans Nähen und Basteln der Kostüme wagen und endlich durften die Ideen meinen Kopf in Richtung Kamera verlassen.

Meine beiden Protagonistinnen Katinka Kat und Viola Tor agierten einmal mehr ganz wunderbar in ihren Rollen als Kriegerinnen aus der Zukunft. Die beiden waren im Übrigen auch verantwortlich für dieses tolle Make-Up und Hairstyling.

Eins steht auf jeden Fall fest: Das wird nicht das letzte Shooting dieser Art gewesen sein.

(Sternenhimmel und Raumschiff - free stock)


Freitag, 3. Januar 2014

dimension x - two cooling towers

Diesen Ort, von uns liebevoll die "hässlichste Stadt Europas" genannt, besucht man als Tourist eher selten, denn schöne, sehenswerte Ausflugsziele zu bieten, hat er wenig.
Ganz anders verhält es sich für den gemeinen "Urbex-Touristen", für den diese Stadt ein wahres Mekka darstellt. Ehemals war die Region geprägt von Kohle- und Stahl-Industrie, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Heute liegt vieles brach, Kraftwerke, Fabriken und auch so einige kulturell genutzte Gebäude befinden sich im tiefen, vermutlich dauerhaften
Dornröschenschlaf. Schornsteine und Kühltürme ragen stumm in den Himmel. Post-Industrieromantik pur.

Unser Ziel waren heute zwei schlafende Riesen.

Den kleineren von beiden, seines Zeichens Kühlturm eines zum Teil stillgelegten Stahlwerks, steuerten wir als erstes an, was sich als gute Reihenfolge erwies. Schon hier war der WOW-Effekt absolut gegeben, der wenig später jedoch noch überboten werden sollte.
Besonders interessant fanden wir die kleine Hütte inmitten des Turms. Bei Betrieb dürfte diese komplett im Wasserdampf/Regen gestanden haben. Was genau sie beherbergte, lies sich allerdings nicht herausfinden.

Der größere von beiden gehörte zu einem ehemaligen Kraftwerk, das vormals mit Kohle und später, nach dem Rückgang der Bergbauindustrie, mit Gas befeuert wurde. Vor einiger Zeit wurde dieses Kraftwerk  stillgelegt, was wohl den zu hohen Kosten geschuldet war.


Erfurchtsvolles Schweigen umgab uns, nachdem wir den Turm betreten hatten. Gigantisch war der Anblick des Inneren und in Anbetracht dieser Dimensionen fühlte man sich augenblicklich ameisenklein. Befremdlicher Hall begleitete jeden Schritt und von Zeit zu Zeit flatterten Vögel auf, die sich hier kurz niedergelassen hatten. Von Moos überwuchert ist heute der riesige Schlund in der Mitte des Turms, durch den das zu kühlende Wasser einst in die Luft versprüht wurde und dann über die hölzernen Rieseleinbauten im unteren Teil in das Auffangbecken am Fuße des Turms floss.

Ein gigantisches Erlebnis, oder wie mir jemand vorher schon prophezeit hatte: "Egal wie viele Bilder Du von diesen Türmen schon gesehen hast, wirklich drin zu stehen, wird Dir die Sprache verschlagen". Er hatte Recht.