Dienstag, 29. Dezember 2015

and the final curtain falls

Ein Art Deco Theater inmitten einer trostlosen Schwerindustrie-Gegend, von außen kaum mehr als solches zu erkennen.
Tristes Grau ist allgegenwärtig. Kein Geschäft, kein Restaurant im Umkreis hat hier mehr geöffnet. Die Gegend liegt seit Jahren brach. Das Theater selbst, welches ebenfalls noch einen Kinosaal beherbergte, diente früher den Arbeitern der umliegenden Industrie-Standorte als Ort der Erholung. 1996 wurde es geschlossen. Später fand hier noch einmal eine Ausstellung zur Stadtgeschichte statt.
Seither ist es dem Verfall und leider auch dem Vandalismus preisgegeben, der gerade im letzten Jahr rapide voranschritt. Einige Male wurde versucht, Feuer zu legen, die Inneneinrichtung ist bereits weitestgehend zerschlagen und mit Grafittis besprüht.
Die Abrissbagger werden wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Einige umliegende Gebäude wurden bereits dem Erdboden gleich gemacht.
Wirklich schade um diesen einst so schönen Ort.



Sonntag, 20. Dezember 2015

where the wild blue rain grows

Wenn ich an diesen Ort zurückdenke, habe ich immer noch den Fliederduft in der Nase und das Zwitschern der Amseln im Ohr.
Es war ein milder Frühlingstag, als wir den großen zugewucherten Garten betraten, inmitten dessen sich unser Ziel befindet.
Was muss dies einmal für ein zauberhafter Ort zum leben und wohnen gewesen sein?
Im Inneren der Villa bewunderten wir das außergewöhnlich schöne Treppenhaus mit seinen Stuckdecken und den filigranen, detailreichen Wandmalereien, die dem ganzen irgendwie einen märchenhaften Charakter gaben.
Einst gehörte dieses Schlösschen einem Unternehmer im gestalterischen Bereich, der die Zimmer als Geschäfts- sowie Wohnräume nutzte. Seit seinem Tod und der damit einhergehenden Schließung seines Unternehmens im Jahr 2009 steht das Anwesen leer.





Montag, 14. Dezember 2015

industrialist's villa

Irgendwo im Nirgendwom inmitten malerischer Natur treffen wir auf diese Fabrikantenvilla.
Dem vormalige Eigentümer diente sie als Wohn- wie auch Geschäftsort zur Leitung der benachbarten Metall-Fabrik.
Was zur Aufgabe dieser Firma und des Wohnhauses vor etlichen Jahren führte, ist mir allerdings unbekannt.

Da wir hier so gegen Ende des allgemeinen Ansturms aufschlugen, waren leider die Spuren von Vandalismus und Wittlerei nicht zu übersehen. Ein paar schöne Motive ließen sich aber noch einfangen. Trotzdem überwog die Enttäuschung. Das Ganze wurde schließlich noch getoppt, als eine Horde von knapp 10 anderen "Explorern" laut herumblökend das Gelände enterte, wie die Irren an verschlossenen Türen rüttelte und dann trampelnd in das Anwesen einfiel. Welch ein Glück, dass wir zu dem Zeitpunkt gerade fertig geworden waren. Kopfschüttelnd und resignierend überließen wir den Primaten das Feld, uns einmal mehr fragend, was nur aus dieser "Szene" nur geworden ist.






Samstag, 12. Dezember 2015

a silent song

Hoch oben überm Fluss mit einem malerischen Ausblick auf die Umgebung thronte unser heutiges Ausflugsziel, ein verlassenes Schloss mit bewegter Geschichte.
Der Garten sowie auch das Innere des Anwesens befanden sich in einem ganz wunderbar maroden Zustand, wahrhaft ein kleines Lost Place Juwel.

Die Aufzeichungen zu diesem Schloss reichen bis ins Jahr 881 zurück, zum damaligen Aussehen ist jedoch nichts darin zu finden. Später befanden sich nacheinander 2 Klöster innerhalb der Schlossmauern.
Nachdem das zweite zugunsten einer Benediktiner-Abtei in der Nähe aufgelöst wurde, wechselten sich viele reiche Familien und Edelherren im Besitz des Schlosses ab.
Im 19. Jahrhundert gelangte das Schloss in den Besitz eines Grafen, der die Anlage im Stil des Neobarock und der Neorenaissance umbauen und erweitern ließ.
Als der letzte männliche Nachkomme dessen in den 1930er Jahren verstarb, ging das Schloss wieder in einen anderen Familienbesitz über.
Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde der damalige Besitzer enteignet, das Land an umliegende Bauern aufgeteilt und die Güter in die Obhut eines Treuhandfonds überführt.
Seitdem wurde das Schloss als Jugendheim, Ausbildungsstätte und Psychiatrische Einrichtung genutzt. Auch eine Zwangsversteigerung hat das Anwesen bereits hinter sich.
Heute steht es leer, dient hin und wieder als Foto- und Filmkulisse und wartet darauf, irgendwann wieder aus seinem Dornröschenschlaf erweckt zu werden.  


Montag, 30. November 2015

at the end of our days

Etwa anderthalb Stunden vor Anbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Ziel, ein Schlösschen, was fast vergessen hinter einer Menge Gestrüpp und Unterholz vor sich hin verfällt.
Jetzt musste es schnell gehen, da wir hier zum einen ein kleines Shooting geplant hatten und ich natürlich auch noch ein paar Location-Bilder schießen wollte.
Trotz der Hektik, das Licht erwies sich in dieser kurzen uns zur Verfügung stehenden Zeit als magisch. Schräg fielen die rotgoldenen Strahlen der tiefstehenden Sonne durch die Fenster und spielten mit dem durch jeden Schritt aufgewirbelten Staub.

Während mein Model Viola Tor sich zurecht machte, hatte ich ein wenig Zeit, das Haus mit der Kamera zu erkunden.
Trotz dass dieser Ort kein wirklich unbekannter ist, nahm ich mit Freude zur Kenntnis, dass mutwillige Zerstörung kaum auszumachen war. Nur Frau Wittler war wohl auch hier schon mehrfach einmarschiert und hatte die diversen Rollstühle, Fernseher und andere Überbleibsel der bewohnten Ära des Hauses "fotogen drappiert".


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde dieses Anwesen erbaut. Es gehörte einer reichen Familie, die jedoch nach Ende des 2. Weltkriegs enteignet wurde.
Danach wurde das Schloss als Pflegeeinrichtung genutzt und steht seit nun seit vielen Jahren leer. Wie prachtvoll der es einst umgebende Parkt mit seinen seltenen Gewächsen und zahlreichen Springbrunnen ausgesehen haben mag, lässt sich heute nur noch erahnen. Hier ranken nun nur noch Efeu und Dornengestrüpp.

Freitag, 13. November 2015

a ticket to the past

Seit ich die ersten Bilder von diesem wundervollen Zug gesehen hatte, war mir klar: den muss ich unbedingt live bestaunen, als Vintage-Verrückte war das für mich einfach unumgänglich.
Und dann standen wir drin, in diesem antiken Wagon, der ca. in den 30er Jahren gebaut wurde und heute auf dem Abstellgleis vor sich hin schlummert. Gemütlich und sehr bequem muss das Reisen damals gewesen sein, in diesen riesigen, weich gepolsterten Sitzen. Das Flair der damaligen Zeit war hier noch sehr deutlich spürbar.


Erfreulich war auch der Zustand des Wagons und der angrenzenden Lok, wunderbar natürlicher Verfall, von einer dicken Staubschicht bedeckt - ein kleines Schmuckstück, das hoffentlich noch sehr lange in dieser Form erhalten sein wird.

Samstag, 7. November 2015

back to the underworld

Heute stand ein kleiner Revisit auf dem Plan.
Vor zweieinhalb Jahren war ich bereits schon einmal hier gewesen.
Seitdem hat sich viel verändert.
Schon auf dem Friedhofsgelände sah man allerorts, dass hier eine umfassende Sanierung begonnen hatte. Antike, windschiefe Grabmäler wurden aufgerichtet und von der alte-Bauwerke-typischen Patina befreit, die sie in den vielen Jahrzehnten durch das Trotzen gegen Wind und Wetter angesetzt hatten.
Was herauskam, wirkte irgendwie grotesk und attrappenhaft: einheitsgraue Statuen, Gruften und Grabsteine, die wirkten, als hätte hier jemand die Rohlinge eines Bausatzes aufgestellt, alt in der Architektur aber makellos neu, wie frisch produzierte Replikate. Eine Playmobil-Landschaft.



Im Untergrund setzte sich das Bild dann fort. Nur noch wenige Gänge der großen unterirdischen Grabanlage waren in dem Zustand, der mir von meinem ersten Besuch bekannt war. Vielerorts waren die Namensplatten abgenommen und vermutlich zur Restaurierung gebracht worden. Wie das Ganze fertig aussehen würde, konnte man ebenfalls schon in einem Gang erkennen.
Begeistern konnte ich mich für den Wandel nicht. Zwar wird es sich auf Erhalt des Ortes als solchen sicher positiv auswirken, aber leider wird dann auch jegliche düster-romantische Stimmung vernichtet sein.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

the unreachable one

Auch bei diesem Shooting wurde es edel, sehr sogar.
Vor der Kamera stand heute einmal mehr die zauberhafte Viola Tor und das in ein paar absolut hinreißenden, filigranen Sahnestücken der TO.mTO Korsettmanufaktur.
Als Location zu dieser Fotoserie stand uns ein wunderschönes verlassenes Schloss zur Verfügung. Zum Glück war es hinter den massiven Mauern bedeutend kühler als draußen, denn der August gab an seinem letzten Tag noch einmal alles, was er an Sommer zu bieten hatte.

Tausend Dank an Viola Tor und TO.mTO!!!





Montag, 5. Oktober 2015

the italian affair


Am gleichen Tag, an dem unser 20er Jahre angehauchtes "dancing in the dust" Shooting stattfand, stand noch ein zweites Outfit in schwarz auf dem Plan - edel und elegant, ein Kontrast zu all dem Verfall ringsherum.
Auch hier brillierte die wunderbare Janneke wieder, zweifelsohne ein Model, an dem ich mich niemals sattsehen werde.

DANKE, Du liebe!!!


Mittwoch, 30. September 2015

autumn whisperings

Nachdem ich vorgestern die "Nebenergebnisse" vom Shooting-Tag mit Widget vorgestellt habe, kommen wir heute zum Hauptprojekt dieses Tages.
Herbstlich sollte es werden, warm und golden, feenhaft.
Somit war wieder einmal eine etwas aufwändigere Kostümbastelei angesagt.
Trotz dieses Herbst-Themas stand allerdings nicht, wie man vielleicht vermuten würde, ein Outdoor-Shooting auf dem Programm, sondern ich wählte diesmal einen Lost Place dafür aus.

Die magischsten Momente dieses Nachmittages bescherte uns dann Kurt, der Schmetterling, der in einem der Räume etwas unglücklich vor einem geschlossenen Fenster hockte.
Selbstredend haben wir ihn nach seinem fulminanten kleinen Einsatz als Co-Modell nach draußen gebracht und auf ein Blümchen gesetzt.


Ein riesiges Danke an die einfach nur zauberhafte Widget und an Kurt, the butterfly!

Dienstag, 29. September 2015

sleeping satellite

Belgistan - irgendwo im Nirgendwo zwischen Feldern und Wiesen ragt eine große weiße Kuppel aus der Landschaft, unser heutiges Ziel.
In den 70er Jahren ging diese Radarstation in Betrieb - ein Überbleibsel des kalten Krieges. Der Zustand der ganzen Anlage erwies sich noch als erstaunlich gut, wenn man bedenkt, dass der Ort bereits zu diesem Zeitpunkt eine hohe Besucherdichte zu verzeichnen hatte.
Während die umliegenden Räume und Büros allesamt leer waren, war der beeindruckendste Spot dieses Ortes ohne Zweifel das Innenleben der Kuppel. Der Anblick er riesigen Satellitenschüssel ließ uns verstummen und staunen. In Verbindung mit dem orangenen Zwielicht, in das die Szene getaucht war, mutete es irgendwie ein wenig wie eine ScFi-Film-Kulisse an.
Ca. 40 Jahre lang wurde die SatCom Station von der Nato betrieben.
21 vergleichbare Stationen gab es einst weltweit im Nato-Gebiet, mittlerweile ist diese Zahl auf 10 geschrumpft.



Die gelben Plakate am Tor ließen bereits damals vermuten, dass dieser Lost Place wohl nicht mehr allzu lange erhalten bleiben wird. Hier war noch die Rede von Ausbau und Erweiterung der Anlage. Mittlerweile wurde der Komplex allerdings abgerissen.

Montag, 28. September 2015

what makes a real muse


Und wieder einmal ist mehr als ein Monat seit dem letzten Eintrag vergangen. Allerdings war ich alles andere als untätig in der Zeit. Einige Fotostrecken wurden fertig gestellt und diese werden hier Stück für Stück in den nächsten Tagen online gehen.
Zudem hatte ich nach knapp einem Jahr ausschließlich Urbex-Fotografie nun auch endlich wieder einige Model-Shootings. Für neues Bildmaterial ist also ausreichend gesorgt.

Hier möchte ich Euch nun zwei kleine Fotostrecken vorstellen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie sind noch im letzten Jahr gemeinsam mit meiner Muse Widget entstanden, als schon fast obligatorisches "ich hab da mal so'ne Idee"-Blitzprojekt neben dem eigentlichen Shooting.
Ich denke, ich habe es schon oft geschrieben, aber die Wandelbarkeit dieses Models ist einfach immer wieder wahnsinnig beeindruckend. Eben noch in der Rolle einer zuckersüßen, charmanten 60s Lady, posiert sie 'ne halbe Stunde später als heißer Vamp vor der Kamera, dass einem fast die Linse schmilzt.


   






Meine liebe Widget, ich möchte Dir einfach mal DANKE sagen für die tollen Zeiten und Abenteuer, die wir beide schon zusammen erlebt haben, für Dein Vertrauen über all die Jahre und Deine Freundschaft.
Ich hoffe, dass da noch ganz viel verrückte Sachen folgen werden.

Donnerstag, 13. August 2015

dancing in the dust

Shooting Nummer zwei von drei an diesem großartigen Wochenende mit der wunderschönen Janneke Jeurissen vor der Kamera.
Einmal mehr standen die 20er Jahre auf dem Programm.
Schon lange wollte ich dieses Thema einmal mit einem weißen Spitzenkleid umsetzen, welches es mir auf einem alten Foto von 1926 (Moulin Rouge Tänzerin, aufgenommen von Edmonde Guydens) so angetan hatte.
Dazu wurde dann wieder mal die Nähmaschine meinerseits hervorgekramt.

Die heutige Location war vor langer Zeit - man mag es kaum glauben - eine Kaserne gewesen.
Die pastelligen Farben, die von den Wänden blätterten, boten, genauso wie das imposante Treppenhaus, das perfekte Ambiente für diese Fotosession.


Das Make-Up stammt von der äußerst kreativen und talentierten Missy Queen.
Ein ganz großes Danke an Euch beide!

Dienstag, 4. August 2015

chasing education

Lange habe ich mich davor gedrückt, diesen Text zu schreiben. Dieser Ort lässt mich langsam wirklich verzweifeln und ist meine ganz persönliches graue-Haare-bekomm-Location.
"Warum? Da sind doch eine Menge Bilder." wird man sich jetzt fragen.
Ja, stimmt. Allerdings fehlen die besten Bilder nach wie vor, nachdem ich beim ersten wie auch beim zweiten Besuch vor verschlossenen Türen der beiden schönsten und interessantesten Gebäude des Komplexes stand.


Nur das Hauptgebäude dieser ehemaligen Bildungsanstalt ließ sich betreten. Uninteressant war dieses natürlich auch nicht. Toller Verfall, kaum Vandalismus und besonders das wunderhübsche Dachfenster, dass den obersten Treppenabsatz in ein warmes Licht tauchte, ließen mein Herzchen höher schlagen.
Und trotzdem, ich hoffe eines Tages auch einmal den imposanten Hörsaal sowie dieses atemberaubende Kaminzimmer mit eigenen Augen zu sehen.


Zur Geschichte:
In den 1880er Jahren gebaut, erfuhr der Komplex später noch einige Erweiterungen, zu denen der genannte Hörsaal für 300 Studenten sowie eine Werkstatt gehörten.
Seit den 1990er Jahren liegt das Areal brach. An eine ehemals sehr belebte Zeit erinnern heute nur noch die vielen Zeichnungen von Studenten an einer Wand im Dachgeschoss.


Montag, 20. Juli 2015

still longing for you

Ein Traum wurde wahr. DAS Schloss - diese kleine, fast uneinnehmbare Festung, möchte ich fast sagen - um welches ich seit Jahren online und sogar einmal schon live herumgeschlichen bin, öffnete heute endlich seine Türen für uns.
Diese Chance musste natürlich optimal genutzt werden, am besten gleich in Verbindung mit einem Modelshooting. 


Ich bin immer noch ganz hin und weg von dieser unglaublichen Anmut, die mein Model Janneke Jeurissen ausstrahlte, wie elegant und ganz selbstverständlich sie in diesem wundervollen Ambiente posierte, ganz so, als wäre dieses Schloss ihr zu Hause.

Perfekte Lokation plus perfektes Model: Fotografenherz, was willst du mehr?!

Tausend Dank, liebe Janneke. Es war mir ein riesiges Vergnügen!

Samstag, 11. Juli 2015

welcome to Cahedronia

Seit meiner Jugend faszinieren mich Science Fiction Romane. Stundenlang konnte ich mich damals in den Büchern vergraben und mich ganz weit weg träumen.
Durch die "Charity"-Reihe von Wolfgang Holbein (keine Ahnung, wie viele Male ich diese Buchreihe verschlungen habe), welche in der Erstauflage diverse Bilder von Luis Royo auf dem Cover trug, stieß ich auch auf eben diesen Künstler und seine unglaublich schönen, kraftvollen, heldenhaften Darstellungen. Begeisterung pur. Damals und bis heute.

Es war irgendwie klar, dass ich dieses Thema irgendwann einmal fotografisch umsetzen musste.


Natürlich ist es hierbei immer recht schwierig, eine passende Location zu finden, die die entsprechende futuristische Komponente mitbringt.
Doch manchmal hat man eben dann auch Glück, wie hier mit diesen seltsamen Glaskuppeln, die aussehen wie von einem anderen Planeten.

Riesiges Glück hatte ich auch mit meinem Model, die großartige Lisa Denise, die genau die wilde Schönheit und Stärke ausstrahlt, die ich hierfür gesucht hatte. Ich danke Dir so sehr, liebe Lisa, dass ich diese Idee mit Dir umsetzen konnte.

Sonntag, 28. Juni 2015

leaving wonderland

Ein wunderschönes kleines Chateau zwischen undurchdringlichen Hecken und Gesträuch, ein hinreißendes, elfenhaft zartes Model und ein pastellig-leichtes Kostümchen waren die Zutaten zu diesem Shooting.

Die filigranen Wandmalereien im Inneren des Anwesens ließen einen schnell ins Träumen kommen und schwupps war die Reise nach Wonderland perfekt... auch wenn mit Alice iiiirgend etwas nicht so ganz stimmte...


Ein ganz großes DANKE an die zauberhafte Anna, die in die Rolle der (beinahe) unschuldigen Alice schlüpfte. Es war mir ein Fest!

Dienstag, 23. Juni 2015

she's pure sin

Was lange währt, wird gut. Dieser Spruch sollte sich einmal mehr bewahrheiten.
Ich weiß nicht, wie viele Monate wir uns schon ein gemeinsames Shooting vorgenommen hatten. Nun war es endlich soweit. Die wunderbare Lisa Denise stand vor meiner Kamera und um die Gelegenheit ausgiebig zu nutzen, gleich zwei Mal an diesem Tag zu Themen und Epochen, die unterschiedlicher hätten kaum sein können.
Als erstes möchte ich Euch die Bilder vorstellen, die im Stil der 20er Jahre entstanden.


Zwar bot die Location nicht so viele Möglichkeiten der Entfaltung, doch gerade dieses hübsche Treppenhaus war die perfekte Kulisse für das aufwändige orientalisch angehauchte Kostüm.
Abschließend kann ich nur sagen, alles passte hier ganz wunderbar und Lisa brillierte in ihrer Rolle. Aber letzteres hatte ich auch gar nicht anders erwartet.

Donnerstag, 4. Juni 2015

ne me quitte pas

Es fing an mit diesem wunderschönen Bildwerk von Edward Steichen, welches ich verzückt auf meiner Chronik geteilt hatte. Darauf zu sehen war eine überirdisch schöne Marlene Dietrich, die sich mit ihrem weltbekannten sehnsuchtsvollen Blick in eine Chaiselongue schmiegt.
Der Kommentar meiner lieben Freundin Marlene (ja, ebenfalls), aus Leipzig, für die die Dietrich ein ganz großes Idol ist, ließ nicht lange auf sich warten: "Oooh, in dem Stil würde ich auch gern mal vor Deiner Kamera sein."
Wenngleich mir diese Art der Fotografie in kontrastreichem Schwarz-Weiß plus die Art der damals üblichen harten Lichtsetzung nicht fremd waren, hatte ich doch irgendwie etwas Bammel und riesigen Respekt, ein Fotoshooting in Gedenken an diese Göttin der Leinwand und Bühne zu fabrizieren.

Eine perfekte Lokation für das Ganze war mit Marlenes Wohnzimmer schnell gefunden. Komplett eingerichtet im Stil der 20er/30er Jahre war es einfach wie geschaffen dafür.
Das wundervolle Kleid fertigte sie selbst an.
Natürlich blieben wir nicht lange allein, da die Perserdame des Hauses, Madame Vivien, ebenfalls nach der ihr gebührenden Aufmerksamkeit verlangte und sich mit auf den Bildern verewigen lassen wollte.


Insgesamt ein wahrhaft wundervoller Foto-Nachmittag und ich hoffe, dass wir mit den Ergebnissen so ein bisschen dem Glanz und Glamour der alten Zeit und einer großen Ikone dieser gerecht werden konnten.

Ein ganz großes DANKE geht an meine beiden zauberhaften Diven Marlene und Vivien.

Sonntag, 17. Mai 2015

there's nothing pure in this world

Dieses Thema hatten Viola Tor und ich bereits schon länger geplant. Heute sollte es nun endlich zur Umsetzung kommen, denn mit dieser traumhaften Location war endlich der perfekte Ort dafür gefunden.


Der Zeitpunkt hätte ebenfalls nicht besser sein können. Zwar mussten wir uns arg sputen, da die Sonne bereits kurz vorm Untergehen war, doch wie die rotgoldenen Strahlen durch die staubigen Fenster ins Innere des Anwesens drangen, war einfach absolut magisch.

Ein großes Danke an meine schaurigschöne Geisterbraut Viola Tor!

Donnerstag, 14. Mai 2015

classic cars and pin-up girls - my biggest project in 2014

Nun möchte ich auch nicht versäumen, hier einmal vorzustellen, welches Großprojekt mich in 2014 am stärksten eingebunden und beschäftigt hat.



Nachdem die Kooperation mit Mopars & Coffee beim großen Shooting an den Mellensee-Terassen (Bericht hier und hier) und der - ganz unerwartet - daraus für 2014 entstandene Kalender ein voller Erfolg waren, wurde klar, dass wir in 2014 noch einmal so etwas auf die Beine stellen wollten.
Da wir letztlich die Qual der Wahl aus knapp 60 Bewerbern hatten, die ihr Auto gern im Kalender veröffentlicht sehen wollten, entschieden wir uns dazu, 3 unterschiedliche Themen-Shootings zu organisieren.


Gesagt - getan. Pro Shooting waren 5 bezaubernde Pin-Up-Models am Start, die von der lieben Sammy vom Label Redcat 7 stilecht eingekleidet wurden.



Der Erlös der Kalender - die allesamt ruck-zuck ausverkauft waren - ging auch diesmal wieder an ein wohltätiges Projekt: die Kindertagesstätte Hephatha in Neukölln, die sich schlussendlich über 2223,54 EUR aus dem Kalenderverkauf sowie diversen Spendensammel-Aktionen auf den Mopars & Coffee Ausfahrten freuen konnte, eine Summe, die beim geplanten Waschraum-Umbau sicher weiterhelfen wird.



Ein ganz großes Danke noch einmal an:

Jens von Mopars & Coffee, der das ganze meisterlich organisiert hat,
sowie Redcat 7 für die wunderschöne Mode,
an die Models Jenny, Anne, Sarah, Michelle, Margarita, Jana, Conny, Iris, Sophie, Juleria, Widget, Vio, Vita, Amanda und Nicole fürs durchhalten bei Kälte, Regen, Wind und Hitze,
an die Hair- & Make-Up Artists Saskia von Lock'n Roll und Melanie,
an Cars Before 90s sowie das Cruise-In-Diner fürs zur Verfügung stellen der tollen Locations,
sowie natürlich an alle Autobesitzer, die uns ihr Schätzchen für die Fotos "ausgeliehen" haben.





Montag, 4. Mai 2015

bible study's over

Versteckt hinter Hecken und Sträuchern stand dieses Häuschen, dass in seiner Leichtbauweise aus Holz und Spanplatten irgendwie seltsam provisorisch anmutete. Der enorme Schimmelgeruch im Inneren bestätigte: für die Ewigkeit war hier nichts gebaut. In den ersten Stock haben wir uns schon gar nicht mehr hoch getraut.

Und was im Erdgeschoss auf uns wartete, sagte uns einmal wieder: "ein paar Monate zu spät". Es ist einfach eine Schande, wie schnell einst tolle verlassene Orte derzeit den Bach runter gehen. Vermüllt, die Inhalte der Schränke auf dem Boden verstreut, im Arbeitszimmer wild herumgewittlert und das Herzstück dieser Location, ein Totenschädel, auf den ich mich so gefreut hatte: gestohlen. Genauso die schicke orange Retrolampe aus dem Wohnzimmer.



Trotz dessen, ein paar schöne Motive ließen sich noch finden in diesem Haus, welches einmal einem deutschen Pfarrer gehört hatte. Religiöse Schriften und Liederbücher, alte deutsche Bücher und Magazine lagen auf Stühlen und Tischen verstreut. Nur der vermüllt-zerstörte Grundcharakter dämpfte die Stimmung eben enorm.

Mittlerweile wurde das Haus samt Vorgartenbegrünung dem Erdboden gleich gemacht.

Mittwoch, 22. April 2015

like porcelain

Endlich ist er da, der Frühling!
Die Natur erwacht, die ersten Blumen sprießen und die Bäume hüllen sich in ihr schönstes Blütenkleid. Es ist so wundervoll, diesem neuen Werden und Wachsen Jahr für Jahr wieder zuzusehen.
Am meisten jedoch freue ich mich immer auf die leider viel zu kurze Zeit, in denen die Magnolienbäume in zarten Farben erblühen. Dieses Meer aus riesigen rosa-weißen Blüten ist einfach so unbeschreiblich schön, dass ich mich wohl nie daran sattsehen werde.


Daher war es mir ein Anliegen, doch wieder einmal diese wunderbare Blütenpracht auf Bildern festzuhalten, am besten verbunden mit anmutiger, weiblicher Schönheit im Vintage-Stil.
Die hinreißende Margarita war gern zu einem Shooting dieser Art bereit und so hüpften wir zwei beiden dann also eines sonnigen Nachmittags um einen Magnolienbaum und ließen diese pastellig-frühlingshafte Serie entstehen.

Tausend Dank an mein zauberhaftes Model.




Mittwoch, 8. April 2015

mina.taur

Lange geplant und dann doch fast komplett improvisiert war dieses Shooting.
Long story short:
Da ein Teil der Requisiten und Accessoires leider versehentlich nicht mitgereist war, musste hier spontan... sagen wir... sehr flexibel reagiert werden.
Letztlich wurde das Ganze jedoch ein rundum voller Erfolg mit einem tollen Fabelwesen-Kostüm in wunderschönster Schloss-Kulisse.



Tausend Dank an mein hinreißendes Model Viola Tor!

Mehr Bilder von diesem kleinen Traum-Schloss werden in einem separaten Posting folgen.

Samstag, 14. März 2015

under the surface

Es gibt für mich kaum faszinierendere Bildwelten als jene, die unter Wasser entstanden sind. Lange, lange war es ein ganz großer Traum, einmal selbst solche Bilder umsetzen zu können.
Das ganze Thema beschäftigt mich bereits seit knapp 3 Jahren und meine Anfänge damit waren von etlichen Fehlschlägen geprägt.

Es ist absolut frustrierend, wenn man meint, eigentlich doch ganz passabel fotografieren zu können und sich dann in diesem neuen Element wie ein blutiger Anfänger vorkommt.
Ganz schnell war klar, Unterwasserfotografie ist etwas VÖLLIG anderes, als Fotos auf dem Trockenen zu schießen.





[erste Ausflüge in Gewässern, die leider doch nicht so klar wie erhofft waren]


Nachdem die ersten Versuche in freier Wildbahn, d. h. in (vermeintlich) klaren Seen, ergebnistechnisch eher suboptimal verliefen, man sich aber hier wenigstens schon mal ans Element gewöhnen konnte, hatte ich dann endlich die Chance auf einen wohlig beheizten und beleuchteten Salzwasser-Pool, in dem ich mich mit meinen beiden grazilen Nixen Widget und Jana nach Herzenslust austoben konnte.


Mädels, ich danke Euch wahnsinnig für Euer Vertrauen und Eure engelsgleiche Geduld bei diesem Experiment, da das Thema für mich noch eine Menge Lernpotential beinhaltet. Ich hoffe, dass wir das irgendwann wiederholen und noch mehr tolle Bilder herausholen können.
Für's erste fand ich das wirklich prima, was uns an dem Tag gelungen ist.

Mittwoch, 25. Februar 2015

where freedom is only a vision

Zweifelsohne war dieses Gefängnis die absolute Top-Location unserer Tour. Schon Monate vorher hatte ich sabbernd vor den Bildern dieses Lost Places gesessen. Heute sollte es auch für uns endlich so weit sein.

Die Freude stieg ins unermessliche, als wir dann tatsächlich im Hof standen und über die endlos erscheinenden Zäune mit Stacheldraht blickten. Was für eine imposante Anlage!


Auf dem Gelände des Gefängnisses stand ursprünglich nur eine Abtei, bis man Anfang des 19. Jahrhunderts entschied, dass 2 kleinere Gefängnisse aus der Umgebung aufgrund ihrer Unwirtschaftlichkeit zusammengelegt werdem sollten und die Abtei einen entsprechenden Umbau erfuhr.

Später wurden verschiedene Trakte angelegt, so dass man die Geschlechter separat unterbringen konnte. Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte man jedoch mit einer enormen Überbelegung zu kämpfen, die teils so extrem war, dass manche der Häftlichen sogar auf Matratzen auf dem Gang schlafen mussten. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Hygiene zu diesem Zeitpunkt unterirdisch war, was letztlich sogar zu Typhus-Epedemien führte. Unglaubliche 20 Jahre hielt dieser erbärmliche Zustand an, in denen es den Wärtern kaum gelang, die Insassen unter Kontrolle zu halten.
Endlich entschloss man sich dann zum Bau eines weiteren Blocks, der 1 Jahr später bereits fertig gestellt war.
Um Strom zu sparen und das Tageslicht bestmöglich zu nutzen, errichtete man als Dach eine Glas-Stahl-Konstruktion.


Im zweiten Weltkrieg wurde das Gefängnis ca. zur Hälfte von den deutschen Besatzern genutzt, was ein zweites Tor in der Nordwand nötig machte. Den Höhepunkt in der Belegung während der Kriegszeit erreichte man im Jahr 1944, wo zeitweilig 7-8 Gefangene in einer 9 qm - Zelle hausten.

Nach 1946 fanden umfangreiche Rekonstruktiosarbeiten statt, bevor die Haftanstalt 14 Jahre später wieder eröffnet werden konnte. Die neuen Insassen waren junge Straftäter unter 30 Jahren.
Einige Jahre später kam es zum Aufstand: 60 Gefangene weigerten sich, in ihre Zellen zurückzukehren, nahmen Wärter als Geiseln, stahlen die Schlüssel und ließen die anderen frei, legten Feuer im Kino, der Wäscherei, den Werkstätten und der Krankenstation.
16 Stunden später wurde das Gelände von einer 80 Mann starken Spezialeinheit der Polizei gestürmt, während die Feuerwehr gegen den Brand kämpfte.

Das Gefängnis wurde letztlich im Herbst 2011 geschlossen und Pläne sahen vor, es teils abzureißen und einen den Rest später zu sanieren. Nichts von diesen Plänen wurde bisher realisiert.



Sonntag, 8. Februar 2015

forgotten by time

Es ist schon ein wenig gespenstisch. Mitten im Nirgendwo zwischen Mais- und Kornfeldern fanden wir diese wundervolle alte Villa, die ohne Weiteres einem Mystery/Horror-Film entsprungen sein könnte (nun, eigentlich ist dies jetzt gar nicht mal so weit hergeholt).
Rankender Efeu und anderes Gesträuch, bröckelndes Mauerwerk und morsches Holz ließen unser Herz höher schlagen.
Interessant war leider nur noch das äußere, da drinnen bereits alles komplett zerfallen ist. Man kann nur hoffen, dass wenigstens die wunderschöne Fassade noch ein wenig Bestand haben wird.

Neben ein paar Außenaufnahmen ließen wir es uns ebenfalls nicht nehmen, hier noch ein kleines Shooting zu fabrizieren.
Katinka Kat schlüpfte somit in die von mir angefertigte Black Widow Robe und posierte einmal rund ums Anwesen.

Danke dafür meine Schöne!!!



Mittwoch, 14. Januar 2015

stranded

Willkommen, 2015. Möge es für uns alle ein wunderbares, gesundes und erfolgreiches Jahr sein.

Derzeit herrscht bei mir etwas Kamera-Flaute und ich verziehe mich an den Wochenenden lieber an meinen Computer, um zu bearbeiten. Nachdem mich ein Kalender-Großprojekt im letzten Jahr (ein Beitrag dazu folgt noch) zeitlich ziemlich gebunden hat, ist jetzt sowieso erst einmal das große Aufarbeiten angesagt.

Hier seht Ihr die Bilder von einem gemeinsamen Shooting mit meiner zauberhaften Muse Widget, welche bei einem kleinen Trip an den Lago Maggiore entstanden sind.
Ein bisschen märchenhaft und feengleich sollte es werden und ich hoffe, das ist uns gelungen.


Tausend Dank für das schöne - wenn auch arg kalte - Shooting an Model Widget!