Samstag, 7. November 2015

back to the underworld

Heute stand ein kleiner Revisit auf dem Plan.
Vor zweieinhalb Jahren war ich bereits schon einmal hier gewesen.
Seitdem hat sich viel verändert.
Schon auf dem Friedhofsgelände sah man allerorts, dass hier eine umfassende Sanierung begonnen hatte. Antike, windschiefe Grabmäler wurden aufgerichtet und von der alte-Bauwerke-typischen Patina befreit, die sie in den vielen Jahrzehnten durch das Trotzen gegen Wind und Wetter angesetzt hatten.
Was herauskam, wirkte irgendwie grotesk und attrappenhaft: einheitsgraue Statuen, Gruften und Grabsteine, die wirkten, als hätte hier jemand die Rohlinge eines Bausatzes aufgestellt, alt in der Architektur aber makellos neu, wie frisch produzierte Replikate. Eine Playmobil-Landschaft.



Im Untergrund setzte sich das Bild dann fort. Nur noch wenige Gänge der großen unterirdischen Grabanlage waren in dem Zustand, der mir von meinem ersten Besuch bekannt war. Vielerorts waren die Namensplatten abgenommen und vermutlich zur Restaurierung gebracht worden. Wie das Ganze fertig aussehen würde, konnte man ebenfalls schon in einem Gang erkennen.
Begeistern konnte ich mich für den Wandel nicht. Zwar wird es sich auf Erhalt des Ortes als solchen sicher positiv auswirken, aber leider wird dann auch jegliche düster-romantische Stimmung vernichtet sein.

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