Samstag, 10. Dezember 2016

inside the lamp of Aladdin

Vor ein paar Jahren hatte ich bereits die Gelegenheit gehabt, diese ehemalige Badeanstalt als Kulisse für ein Fotoshooting nutzen zu dürfen. Da dieses, nun sagen wir... mehr oder minder desaströs verlief und ich an besagtem Tage weder die Zeit noch die Nerven hatte, mich anschließend noch einmal fotografisch diesem zauberhaften Ort selbst zu widmen, war ich umso glücklicher, dass ich diese Chance jetzt doch noch einmal erhalten hatte.


Spätestens wenn man die prachtvolle Halle betritt, die Säulen und Bögen, die Mosaike und all die schimmernden Goldverzierungen erblickt, fühlt man sich unweigerlich in ein Märchen aus Tausendundeine Nacht versetzt. Man erwartet augenblicklich, dass irgendwoher orientalische Klänge ertönen mögen und der Raum sich mit einem verführerischen Duft nach unbekannten Früchten und Blüten, nach Räucherwerk und nach fremdländischen Gewürzen füllen müsse. Doch natürlich passiert nichts von alldem und alles was man hört, bleiben die eigenen Atemzüge, welche die Nase mit dem Geruch von altem Holz und dem Staub füllen, der sich in den vergangenen Jahren hier niedergelassen hat.


Das im Stil des Historismus erbaute Gebäude wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet und diente bis zur Schließung aufgrund seines desolaten Zustandes Anfang der 2000er Jahre als Ort der Erholung und des Wohlfühlens. Hier gab es neben den Schwimmbecken auch Saunen, sowie medizinisch-therapeutische Angebote. Eine besondere Attraktion jedoch war die Wellenanlage in der Männerschwimmhalle, die bis zu einem Meter hohe Wellen entstehen lassen konnte.


Mittlerweile konnte der Bau teilweise wiederbelebt werden und dient als Veranstaltungsort. Auch die restlichen Bereiche sollen nach ihrer noch ausstehenden Sanierung irgendwann einmal wieder kulturell und sportlich genutzt werden.