Samstag, 9. April 2016

attaque au palais exotica

Wie hin und wieder schon bemerkt wurde, sind die Modelshootings bei mir doch mittlerweile eher zur Rarität geworden.
Lediglich vier waren es im letzten Jahr.
Drei davon sind auf einer kleinen Fotoreise im letzten Herbst entstanden, gemeinsam mit meiner Muse Model Widget, die mich seit Jahren einfach immer wieder aufs Neue inspiriert.

An diesem drückend-heißen Spätsommer-Nachmittag ging es für uns in eine absolut bezaubernde, ja, atemberaubende Villa.
Die üppigen Wandmalereien, das herrschaftliche Treppenhaus, die marmornen Bäder und die wundervollen Kronleuchter ließen uns einfach nur staunen.
Das Shooting selbst sollte eine Mischung aus militärisch angehauchtem Glamour sein, streng und gleichzeitig verführerisch. Ich hoffe, das ist uns beiden gelungen.


Meine liebe Widget, ich kann einfach nur wieder und wieder DANKE sagen, für die wunderbare gemeinsame Zeit, den Spaß und Deinen stets großartigen Einsatz.


Montag, 4. April 2016

the stolen piano

In einem kleinen Park befand sich die Klinik, welche wir an diesem Tage besuchten.
Ich hatte diesen Ort schon seit geraumer Zeit auf meiner ToDo-Liste zu stehen und muss leider sagen, dass ich hier wieder einmal zu lange mit dem Besuch gewartet habe.
Das Gebäude war bereits von Vandalismusspuren gezeichnet und das Piano, welches einmal die "Hauptattraktion" gewesen war, suchten wir vergeblich.
Trotzdem fanden wir noch einige schöne Motive von denen mittlerweile leider auch kaum noch etwas übrig ist.


Vor über 100 Jahren wurde das Haus von einem jüdischen Arzt und seiner Frau errichtet, die nach der Machtergreifung der Nazis fliehen mussten.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde eine dermatologische Einrichtung hier untergebracht. Um die Patienten, die hier in 90 Betten untergebracht werden konnten, kümmerten sich reichlich 10 Ärzte sowie 25 Schwestern.
Seit Mitte der 90er Jahre steht das Gebäude leer und wurde mittlerweile an einen Nachfahren der einstigen Besitzer zurückgegeben, welcher allerdings nicht in Deutschland lebt. Die Zukunft des Geländes ist ungewiss, noch ungewisser seit dem Bau einer nun viel befahrenen Straße, die das Areal zusätzlich kräftig entwertet.