Dienstag, 24. Januar 2017

terminal illness

Es war schon recht spät, als wir im langsam schwindenden Licht des Tages diese ehemalige Klinik betraten. Viel Zeit uns umzusehen würden wir also nicht haben. Letztlich empfand ich diesen Fakt aber nicht als zu tragisch, denn das Gebäude war derart durchzogen von Moder und Schimmel, dass ein kürzerer Besuch für den allgemeinen Gesundheitszustand sicher eher zu vertreten war als ein ausgiebiger.

So wirklich lauschig fühlte es sich hier in der einsetzenden Dämmerung zudem auch nicht an.
Überall tropfte und plätscherte es, die Luftfeuchtigkeit war so enorm, dass die meisten Fensterscheiben beschlagen waren. Moos bedeckte Wände und Böden, hauchte neues Leben in diesen menschenleeren Ort und der penetrante, faulige Geruch nach nassem Mauerwerk und verrottendem Holz verfolgte uns auf Schritt und Tritt.











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