out of the dark

Mitten in einem verschlafenen Dorf irgendwo in Frankreich liegt dieses im Dornröschenschlaf, umgeben von riesigen Bäumen und einem hohen, rostigen Zaun.
Der Zugang steil hangabwärts gestaltet sich schwierig und sehr nervenaufreibend. Der andauernde Regen der letzten Tage machte dieses Unterfangen auch nicht gerade einfacher und so schlitterten wir mehr schlecht als recht in Richtung Schlösschen.
Schon beim Betreten der Empfangshalle wurde klar: dieser Anblick war jede Mühe wert gewesen.
Unsere Vorfreude auf dieses Kleinod war bereits riesig, doch was wir hier livehaftig vor uns sahen, übertraf die Vorstellungen noch bei Weitem.




Obwohl nur noch vereinzelte Einrichtungsgegenstände zu finden waren, hatte hier allein schon die Architektur des Gebäudes eine absolut atemberaubende Wirkung. Verzierten Wandvertäfelungen, Säulen, riesige Spiegel, Marmor in den geräumigen Badezimmern, die herrschaftlich wirkende Eingangshalle mit dem riesigen roten Teppich... am liebsten wäre ich sofort eingezogen.

Umso unglaublicher erscheint es, dass dieses wundervolle und gut erhaltene Gebäude bereits seit vielen Jahren leer steht.
Das Chateau wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und gehörte einer wohlhabenden Industriellenfamilie. Nach dem Tod des Besitzers in den 70er Jahren wurde es verkauft und bis in die 90er Jahre öffentlich (u. a. als Bibliothek) genutzt.