chasing education

Lange habe ich mich davor gedrückt, diesen Text zu schreiben. Dieser Ort lässt mich langsam wirklich verzweifeln und ist meine ganz persönliches graue-Haare-bekomm-Location.
"Warum? Da sind doch eine Menge Bilder." wird man sich jetzt fragen.
Ja, stimmt. Allerdings fehlen die besten Bilder nach wie vor, nachdem ich beim ersten wie auch beim zweiten Besuch vor verschlossenen Türen der beiden schönsten und interessantesten Gebäude des Komplexes stand.


Nur das Hauptgebäude dieser ehemaligen Bildungsanstalt ließ sich betreten. Uninteressant war dieses natürlich auch nicht. Toller Verfall, kaum Vandalismus und besonders das wunderhübsche Dachfenster, dass den obersten Treppenabsatz in ein warmes Licht tauchte, ließen mein Herzchen höher schlagen.
Und trotzdem, ich hoffe eines Tages auch einmal den imposanten Hörsaal sowie dieses atemberaubende Kaminzimmer mit eigenen Augen zu sehen.


Zur Geschichte:
In den 1880er Jahren gebaut, erfuhr der Komplex später noch einige Erweiterungen, zu denen der genannte Hörsaal für 300 Studenten sowie eine Werkstatt gehörten.
Seit den 1990er Jahren liegt das Areal brach. An eine ehemals sehr belebte Zeit erinnern heute nur noch die vielen Zeichnungen von Studenten an einer Wand im Dachgeschoss.