lost in mint

Premiere. Zum ersten Mal in meinem Leben stand ein Exploring-Ausflug in osteuropäische Gefilde auf dem Plan. Ziel der Reise war ein riesiger Militärkrankenhauskomplex, auf dem wir den ganzen Tag verbrachten. Ich möchte mich trotzdem nicht dafür verbürgen, tatsächlich alles gesehen zu haben.
Wir starteten unsere Erkundung im Hallenbad der Anlage, welches sogar noch mit Wasser gefüllt war. Weiter ging es durch unzählige Gänge und Zimmer zur kleinen Kapelle, hinter der sich direkt im Anschluss die Pathologie befand, was irgendwie ein wenig befremdlich wirkte (wenn auch nicht ganz unpraktisch).

Der interessanteste und gleichzeitig gruselig-faszinierendste Ort dieses Geländes war jedoch ein Keller, in welchem sich noch eine seltsam anmutende Aparatur plus Holzpritsche befand. Ob dieses Szenario nun gewittlert war, was mir aufgrund der hiesigen allgemeinen Unberührtheit diesbezüglich nicht unbedingt so vorkam oder ob das tatsächlich einmal eine Art "Folterraum" gewesen war, das Kopfkino wurde hier auf jeden Fall entfacht. Gänsehaut garantiert!


Das über 7 Hektar große Gelände beherbergte außerdem einst eine Abteilung für Infektionskrankheiten, eine Chirurgie, eine orthopädische und ebenfalls eine psychiatrische Abteilung, eine Apotheke, einen Ladengeschäft und sogar ein Kino.
Der Krankenhauskomplex wurde im Auftrag der Wehrmacht gebaut und diente dieser bis zum Ende des 2. Weltkriegs. Danach übernahm die sowjetische Armee das Gelände.