home of the birds

Die Stimmung mutete ein bisschen wie einer Erzählung von Edgar Allan Poe entsprungen an: eine prunkvolle alte Villa im trüben ersten Tageslicht dieses Novembermorgens und draußen krächzten die Raben.

Luxuriös und prachtvoll musste es hier einst gewesen sein, das ließ sich definitiv auch heute noch erkennen.
Obwohl es bis auf ein paar Einbaumöbel kein Interieur mehr zu finden gab, boten auch die leeren Räume schon jede Menge wundervolle Motive. Aufwändige Kassettendecken, Stuck, Ornamente im Boden, und das wundervolle Treppenhaus mit seinen dominanten Säulen sowie einem aufwändig gestalteten Geländer verströmten auch heute noch ihren Charme. In der Mitte des Baus gab es sogar einen Lichthof.
Der schöne Anblick wurde nur leider hin und wieder gestört von der zweckmäßig-hässlichen baulichen Verunstaltung, die dieser Villa zuteil wurde, zu einer Zeit, in der es sie augenscheinlich als Bürogebäude genutzt wurde.

Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und zuletzt bis Ende der 90er Jahre genutzt, wohnen seither nur noch ein paar Tauben an diesem Ort.